Fahrradhelm Test

Fahrradhelm TestDer Fahrradhelm als Airbag für den Kopf!

Nach wie vor ist die Mehrheit der Fahrradfahrer ohne einen geeigneten Helm unterwegs. Das Tragen eines Fahrradhelms wird noch immer nicht als Notwendigkeit betrachtet, gilt sogar als lästig und störend. Zwar Enden Stürze meist mit kleineren Blessuren, bei einem Sturz auf den Kopf oder einem Zusammenstoß mit einem Auto kann ein solcher Helm jedoch vor schweren Verletzungen am Kopf bewahren. Verschiedene Fahrradhelm Tests die man im Internet findet können auch hilfreich bei der Suche nach dem richtigen Helm sein.

 

Schutz vor schweren Kopfverletzungen

Der Kopf ist einer unser empfindlichsten Körperbereiche und ein eigener Bereich der Unfallforschung beschäftigt sich mit den Unfallursachen und seinen möglichen Folgen. Mittlerweile wurde so bewiesen, dass ein Fahrradhelm nicht nur vor schweren Verletzungen am Kopf schützt, er kann sogar das Leben retten. Bereits ab einer Geschwindigkeit von 15 km/h werden große Kräfte frei, die bei einem Sturz auf den Kopf schwerwiegende Folgen hätten. Ein Fahrradhelm nimmt einen großen Teil dieser Energie beim Aufprall auf den Boden auf, wodurch die Verletzungsgefahr verringert wird. Einer der gefährlichsten Situationen entsteht, wenn Fahrradfahrer und Kraftfahrzeuge sich die Straße teilen müssen. Im Falle eines Unfalls ist der Fahrradfahrer immer im Nachteil, da keinen Schutz um sich herum hat, wie etwa ein Autofahrer. Daher ist es genau in solchen gefährlichen Bereichen umso wichtiger einen geeigneten Helm zu tragen.

 

Unterschiedliche Bauweise

Der Fahrradhelm ist mittlerweile ein Hightech-Produkt, in dem viel Forschung und Entwicklung über viele Jahre hinweg stecken. Grundsätzlich besteht ein Fahrradhelm auch zwei Teilen: einer Innen- und einer Außenschale. Der Innenteil ist meist aus einem Hartschaum, während die äußere Schale aus einem glatten Kunststoff besteht. Zusätzlich können die Helme noch gepolstert sein und haben einen Kinngurt zum Verschließen des Helms, damit er auch gut sitzt.

In der Regel werden drei verschiedene Grundarten bei den Helmen unterschieden:

 

 Hartschalen-Helm: Der Hartschalen-Helm hat eine feste sehr harte Außenschale aus Kunststoff. Das Innenteil besteht aus einem weichen Material.
Mikroschalen-Helm: Das Innenteil des Mikroschalen-Helms besteht aus Hartschaum, der mit einer dünnen Schicht aus Kunststoff überzogen wird. Diese dünne Schicht bildet die Außenschale.
Weichschaum-Helm: Der Weichschaum-Helm ist mittlerweile fast gänzlich vorm Markt verschwunden, da er lediglich aus einer Hartschaumschale ohne Außenschale besteht. Früher wurde er gerne als Kinderhelm genutzt, ist jedoch im Vergleich zu den anderen Modellen nicht so sicher bzw. schützt den Kopf nicht so gut.

 

Der wichtigste Bereich des Helms ist die Hartschaumschicht, da diese die Energie beim Sturz aufnimmt und über die gesamte Oberfläche verteilt. Die Außenschale aus Kunststoff begünstigt das Rutschen des Helms auf dem Boden. Es mag zwar anfänglich befremdlich klingen, dass der Helm bei einem Sturz am Boden weiter gleiten soll, würde er jedoch abbremsen, kann es zu schweren Verletzungen am Nackenbereich bis hin zu einem Genickbruch kommen.

 

Den richtigen Helm finden

Bei der Auswahl eines geeigneten Helms gilt es einige Faktoren zu beachten. Zu den Wichtigsten gehört, dass der Helm über die notwendigen Prüfzeichen verfügt. Einerseits muss der Helm die EN1078-Norm erfüllen und das CE-Zeichen tragen. Im Rahmen der EN1078-Norm wird der Helm einer Belastungsprüfung unterzogen, bei der der Helm mit einem Prüfgewicht aus bestimmten Höhen auf den Boden aufschlägt. Diesen Test muss der Helm bestehen, da er anderenfalls nicht auf den Markt kommen darf. Das CE-Zeichen alleine besagt, dass das Produkt allen geltenden Anforderungen erfüllt, die im Rahmen bestimmter Sicherheitsstandards vorhanden sein müssen. Das CE-Zeichen alleine besagt jedoch nicht, ob der Helm bestimmten Belastungen standhält, weshalb der Fahrradhelm sowohl der EN1078-Norm entsprechen als auch das CE-Zeichen tragen muss.

 

Fahhradhelm

Die Helmgröße ist entscheidend

Ganz entscheidend beim Kauf eines Helms ist seine Passform bzw. Größe. Sitzt der Helm nicht, dann lässt auch seine Schutzwirkung nach, weshalb bei der richtigen Passform keine Abstriche gemacht werden dürfen. Grundsätzlich muss der Fahrradhelm am Kopf so gut sitzen, dass er selbst bei nicht geschlossenem Kinnriemen nicht wackelt. Sitzen muss der Helm genau auf Höhe der Stirnmitte – weder höher noch tiefer. Ist dies nicht der Fall, sollte das nächste Modell probiert werden. Außerdem darf der Riemen um das Kinn maximal einen Zentimeter Spiel haben. Damit es unter dem Helm nicht zu heiß wird und man nicht übermäßig schwitzt, sollte er außerdem über Belüftungsschlitze verfügen. Diese sollten mit einem Netz abgedeckt sein, womit verhindert wird, dass Insekten eindringen können. Grundsätzlich sollte man drauf achten, dass der Helm im gesamten nicht zu schwer ist.

 

Freizeit- oder Sporthelm?

Fahrradhelme unterscheiden sich nicht nur im Material, dass für Innen- und Außenschale verwendet wird, sondern auch in der Form, wodurch sie für ganz spezielle Bereiche geeignet sind. Das häufigste Modell ist der City- bzw. Freizeithelm. Sie sind ideal für Fahrten etwa zum Supermarkt oder für eine Radtour am Wochenende mit Freunden. Die Außenschale ist meist weiter in den Nacken gezogen bei diesen Modellen und sie zeichnen sich generell durch eine robustere Bauweise aus. Sie eignen sich jedoch nicht für den Langzeiteinsatz, da sie durch ihre Konstruktionsweise ein höheres Gewicht haben.

Wer mit dem Mountainbike unterwegs ist, benötigt einen speziellen Helm für diesen Sport. Die Helme sind deutlich leichter als Freizeitmodelle und haben weniger, dafür größere Lüftungsschlitze, die für ein gutes Klima unter dem Helm sorgen. Die wenigen Schlitze sorgen zudem für eine bessere Stabilität, was bei einem Fahrradhelm für das Gelände sehr wichtig ist. Sie sind vorne zudem noch etwas verlängert, wodurch das Gesicht etwas vor Sonne und Regen geschützt werden kann.

Für Profi- oder Hobbyrennradfahrer spielt die Aerodynamik des Helms eine große Rolle. Ein Fahrradhelm für diese Sportler ist daher so geformt, dass die Luft ideal über den Kopf gleiten kann. Zusätzliche Lüftungsschlitze sorgen außerdem für ein gutes Klima am Kopf, was bei Sportlern sehr wichtig ist, damit dieser Bereich nicht überhitzt. Bei Helmen für Sportler wird statt des üblichen Hartschaums innen meist spezielle Materialen verwendet, die den Schweiß absorbieren bzw. nach außen transportieren.

Sowohl bei Mountainbike- als auch Rennradhelme bieten zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten, was den Tragekomfort noch zusätzlich erhöht.

Neben diesen Helmtypen gibt es noch einige Spezialmodelle etwa für BMX-Fahrer oder für Downhill-Sportler. Bei BMX-Helmen wird beispielsweise vollkommen auf Lüftungsschlitze verzichtet, während Downhill-Helme deutlich schwerer sind, jedoch einen Rundumschutz für das Gesicht bieten. Möchtest du einen Fahrradhelm Test auf Youtube anschauen: Hier Klicken

 

Helme mit zusätzlicher Ausstattung

fahrradhelm-test2Dass der Fahrradhelm langsam zu einem Hightech-Produkt wird, merkt man daran, dass einzelne Modelle schon mit zusätzlichen Extras ausgestattet werden. Dazu gehört beispielsweise ein Frontvisier, was für viele im ersten Moment vielleicht albern klingt. Wer jedoch nicht nur gelegentlich eine Radtour macht, sondern Hobby- oder sogar Profisportler ist, der wird schnell die Vorteile erkennen. Ein Visier schütz die Augen beispielsweise vor Insekten und mildert auch den Gegenwind im Bereich der Augen, den viele als störend empfinden. Gerade wer im höheren Geschwindigkeitsbereich unterwegs ist, der kann von einem Helm mit Visier profitieren.

Die neueste Erfindung im Bereich Fahrradhelm kommt aus Schweden, zwar keinem typischen Radfahrland, allerdings ein Land mit kreativen Ideen. Entwickler haben dort Helme erstmals mit einem Airbag ausgestattet. Dieser Airbag funktioniert gleich wie in Fahrzeugen. Sensoren registrieren einen Unfall und lösen in Bruchteilen einer Sekunde den eingebauten Airbag aus, der sich um den Kopf stülpt. Diese Innovationen zeigen, dass das Thema Sicherheit zwar wichtig ist, jedoch die Notwendigkeit eines Helms noch immer nicht bei den Fahrradfahrern angekommen ist, da nur gut 10% der Erwachsenen beim Radfahren einen Helm tragen.

 

Teuer oder billig – gibt es Unterschiede in der Qualität?

Das Preisspektrum bei Fahrradhelmen reicht von rund 20 Euro bis zu mehreren Hundert Euro. Da fällt die Auswahl schwer, denn oft locken billige Schnäppchen im Baumarkt und ein Fahrradhelm Test der Stiftung Warentest hat gezeigt, dass es nicht immer der teuerste Helm sein muss, sondern auch günstige Modelle (ab 80€) guten Schutz bieten (Fahradhelm Test Stifung Warentest 08/2015). Beim Kauf sollte jedoch vorrangig auf die Qualität und die Prüfzeichen geachtet werden. Gerade im Bezug auf die Qualität muss man bei günstigen Modellen Abstriche in Kauf nehmen. Die Verarbeitung ist oft schlechter, die Kinnriemen sitzen nicht gut oder es gibt scharfe bzw. unangenehme Kanten an der Außenschale. Die Verarbeitung selbst sollte in jedem Fall gut sein, denn scharfe Kanten können wiederum selbst zu Verletzungen führen. Außerdem hat sich im Vergleich gezeigt, dass der Kinnriemen bei günstigeren Helmen oft viel umständlicher einzustellen sind als bei hochpreisigen Modellen.

 

Spezielle Anforderungen an Kinderhelme

fahrradhelm-testGrundsätzlich gelten beim Fahrradhelm für Kinder die gleichen Normen wie bei Helmen für Erwachsene. Sie müssen einen guten Sitz und einen hohen Tragekomfort besitzen und Stöße auf den Kopf absorbieren können. Zusätzlich sollte der Helm in hellen Farben gehalten sein, da Kinder im Straßenverkehr leicht übersehen werden können. Im Idealfall besitzt der Fahrradhelm sogar noch Reflektoren, die es einfacher macht Kinder bei Dämmerung oder in der Nacht zu erkennen. Viele Eltern vergessen beim Kauf auch den Umstand, dass Kinder selbst mit dem Helm umgehen müssen. Die Handhabung des Helms ist bei Kindern sehr wichtig, denn sie müssen den Kinnriemen selbstständig öffnen und schließen können. Anderenfalls kann es vorkommen, das Kinder den Helm vielleicht tragen, ihn jedoch nicht verschließen, wodurch keine Schutzwirkung mehr gegeben ist, da der Helm bei einem Sturz vorzeitig abgehen kann.

 

Fahrradhelm Test bei der Stiftung Warentest

Ja,  bei der Stiftung Warentest gibt es zwei aktuelle Fahrradhelm Tests. Einer vom 08/2015 und einen Kinder Fahrradhelm Test vom 05/2016.

 

Tipps für den Kauf

Der Kauf von einem Fahrradhelm ist wie der Kauf von Schuhen, die ebenfalls gut sitzen müssen. Nicht nur im Bezug auf den Preis gibt es ein breites Spektrum, sondern auch die Modelle variieren in Farbe, Form und Größe. Da eine gute Passform unumgänglich ist, muss der Helm probiert werden. Dies ist auch möglich, wenn man online bestellt, denn viele Versandhändler bieten einen kostenlosen Rückversand bzw. Tausch gegen ein anderes Modell an, falls der bestellte Fahrradhelm nicht passt.

Damit die Wahrscheinlichkeit eines Umtausches geringer ist, kann man ganz leicht die Helmgröße selbst ermitteln. Dazu wird mit einem Maßband der Kopf etwa einen Zentimeter oberhalb der Augenbrauen gemessen. Die angegeben Größen beziehen sich in der Regel auf diesen Kopfumfang. Oftmals ist die Optik tatsächlich der einzige Entscheidungsgrund, da sich gezeigt hat, dass Helme, die die sämtliche Prüfzeichen haben, auch die Standards im Bezug auf die Sicherheit erfüllen. Es lohnt sich jedoch ein Vergleich bei verschiedenen Anbietern, denn nicht nur unter den Marken gibt es Preisunterschiede, sondern auch beim Preis verschiedener Anbieter.

 

Ein Fahrradhelm Test hilft weiter

Im großen und ganzen ist zu sagen das ein Fahrradhelm Test von dem es im Netz eine Vielzahl zu finden gibt oftmals hilfreich bei der Kaufentscheidung sein kann. Denn so ein Fahrradhelm Test gibt dir schnell die Möglichkeit die Unterschiedlichen Helme miteinander zu vergleichen um dich so über verschiedenen Details zu informieren um letztlich die richtige Kaufentscheidung treffen zu können.